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Pflegemodell und -system
 
Pflegemodell/-theorie n. Dorothea Orem, USA

Unsere tägliche durchgeführte Gesundheits- und Krankenpflege am Patienten, basiert auf der Theorie der Selbstpflegekompetenz, bzw. Selbstpflegedefizit nach Dorothea Orem, 1980/1985.
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Der Kerngedanke der Pflegetheorie von Orem ist die Annahme, dass Menschen Grundbedürfnisse haben (beispielsweise Ernährung, Liebe, Lernen, Atmung...), die sie selbstständig erfüllen wollen - Selbstpflege oder Selbstfürsorge. In der Orem´schen Terminologie heißen diese Grundbedürfnisse Selbstpflege- oder Selbstfürsorgeerfordernisse. Können dieser Erfordernisse nicht eigenständig befriedigt werden (Selbstpflegedefizit), muss fremde Hilfe in Anspruch genommen werden. Ein sogenannter Selbstpflege-Handelnder erfüllt seine eigenen Erfordernisse. 
Quelle: PflegeWiki, Selbstpflegedefizit, 2006
 
Pflegeprobleme, -ziele und -maßnahmen

Ein Selbstpflege-Handelnder kann aber auch eine Pflegekraft sein, die als Agent der Selbstpflege einer hilfebedürftigen Person auftritt, um dessen Erfordernisse zu erfüllen. 
Die Mitarbeiter des Pflegedienstes der Kliniken gGmbH ermitteln bei der Pflegeanamnese die, aufgrund der aktuellen Erkrankung, vorhandenen Defizite in der Selbstpflege des Einzelnen. Mit dem Instrument der Pflegeplanungen erfassen wir Probleme, die aus diesem momentanen Selbstfürsorgedefizit entstehen und legen dann den unterstützenden Bedarf an professioneller Pflege in Form von Pflegemaßnahmen fest.
Unser Hauptziel ist es, die vor der Erkrankung bestehenden Möglichkeiten zur Selbstpflege während der Genesungsphase wieder auf das Niveau vor der Erkrankung herzustellen. Da sich sich aufgrund schwerwiegender Erkrankungen das Gleichgewicht der Selbstfürsorge dauerhaft verändern und somit eine erhöhte Fürsorgeunterstützung enstehen kann, beziehen wir möglichst Angehörige in den Pflegeprozess mitein, bzw. vermitteln über Fachkräfte für Pflegeüberleitung bereits während des Krankenhausaufenthaltes posthospitale Unterstützung durch externe Pflegeinstitutionen. Somit sichern wir bei Bedarf eine lückenlose Kompensation der Selbstpflege. 
 
Pflegesystem

Die Bereichs- und Bezugspflege bilden die Grundstruktur unseres Pflegesystemes. In dieser Organisationsform betreut jede examinierte Pflegekraft während ihrer Dienstzeit eine festgelegte Anzahl von Patientinnen und Patienten innerhalb der Station. Diese Form der Organisation ermöglicht der Pflegeperson einen besseren Wissensstand über die von ihr betreuten Patienten und ist für Patientinnen und Patienten sehr angenehm, da sie möglichst lange feste Ansprechpartner in der Krankenpflege haben, die sie und ihre Situation kennen.
Um einen effektiv und qualitativ hohen Einsatzgrad unserer unterstützenden Hilfskräfte zu erzielen, greifen wir hierbei auch auf das frühere System der Funktionspflege zurück
 

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